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Samstag, 29. August 2015

Montag, 16. März 2015

Manche bekommen den Mund einfach nicht voll

David Dickinson hat dieses dramatische Video Foto-Essay von einem Graureiher gemacht, daß ihn beim Verschlucken eines großen Karpfens im Überschwemmungsgebiet des Rio Grande in New Mexico Bosque del Apache-Wildreservat am 29. Oktober 2013 zeigt.


Sonntag, 15. März 2015

So lassen Sie Holz künstlich altern

  1. Entfernen Sie die Beschläge. Machen Sie sich dann an die Arbeit, den Lack von dem Möbelstück, dessen Holz Sie altern lassen wollen, zu entfernen. Das Holz und seine Maserung sollte deutlich sichtbar sein.
  2. Fügen Sie nun dem Holz Alterungsspuren bei. Hauen Sie mit dem (Holz-)Hammer da und dort eine Kerbe ein. Fügen Sie dem Holz Ritzspuren zu. Klecksen Sie mit Tinte oder Rotwein auf das Holz. Arbeiten Sie mit Kerzenwachs, das Sie auf das Holz tropfen lassen. Sie können auch mit einem Besenstiel oder den Rollen von einem Rollstuhl oder Rollcontainer dem Holz neuere Gebrauchsspuren beibringen. Vernachlässigen Sie auch nicht die Kanten. Reiben Sie sie mit Schmirgelpapier ab.
  3. Mit Antikwachs können Sie dafür sorgen, dass das Holz dunkler aussieht. Je dunkler Holz ist, desto älter wirkt es.
  4. Je nachdem, wie gealtert das Holz aussehen soll, müssen Sie dem Holz mehr oder weniger wie unter 2 bis 4 beschrieben zusetzen. Aber übertreiben Sie es auch nicht. Sonst machen Sie aus Ihrem Möbelstück noch ein Kunstwerk!
  5. Streichen Sie anschließend mit einem Acryllack besserer Qualität über das Holz. Empfehlenswert ist ein Weiß, das Sie ein wenig abtönen, mit Schwarz und Gelb, sodass es älter aussieht. Oder Sie kaufen gleich einen cremeweißen oder nach "Altweiß" ausschauenden Weißton ein.
  6. Streichen Sie die Farbe nicht zu dick auf das Möbelstück. Denn wenn man das Holz, das Sie haben altern lassen, noch sieht, wirkt ein Möbelstück älter. Auch sollte die Farbe ja nicht die Kerben und Ritze so ausfüllen, dass sie verschwinden.
  7. Wenn Sie eine lackierte Holzkommode auf dem Flohmarkt erstehen, brauchen Sie nicht unbedingt die Mühe auf sich nehmen und den Lack entfernen. Sie können beispielsweise einfach eine Lackschicht darüber streichen, ziemlich nachlässig, sodass die alte Farbe an verschiedenen Stellen durchschaut. Ihre Holzkommode sieht dadurch garantiert älter aus, schließlich hat sie damit schon zwei Generationen Farbanstrich hinter sich. Zumindest entsteht dieser Eindruck, als handele es sich um altes Holz, wenn auch der Lackanstrich nach Alter aussieht.
Am besten probieren Sie die Wirkungen der oben beschriebenen Maßnahmen an einem Probebrett oder auf der Unterseite des Möbelstücks, dessen Holz Sie altern lassen wollen, aus.

Donnerstag, 5. März 2015

Die Antonow nimmt ein Schlammbad....

Die Antonow An-225 „Mrija“ (ukrainisch Антонов Ан-225 Мрія, dt. „Traum“, NATO-Codename Cossack) ist ein in der Sowjetunion entwickeltes sechsstrahliges Frachtflugzeug und das größte gegenwärtig im Einsatz befindliche Flugzeug der Welt.[1] Sie ist bisher nur einmal fertiggestellt und in Betrieb genommen worden und besitzt die größte zugelassene Startmasse aller bisher gebauten Flugzeuge.

Dienstag, 3. März 2015

Rettungsdrohne

Endlich hat sich mal einer Gedanken gemacht die Dinger nicht nur zum Töten zu verwenden.



Freitag, 15. August 2014

Motorola

Egal wie man es sieht, Motorola ist eine der Firmen die unser Leben verändert haben.

Motorola im Wandel der letzten  86 Jahre:





















Angefangen hat es (zumindest bei mir) mit meinem ersten "Handy"!



Dann ging es (schon etwas Leicher) weiter mit:


Dann kamen schon richtige Handys:

Danach bin ich etwas Fremd gegangen. Erst mit HTC und dann mit Samsung. Zur Zeit habe ich ein Galaxy S 3.

Ich bin aber ernsthaft am Überlegen zum Moto G zu wechseln:


Wo ich aber mit Sicherheit wechseln werde ist zur Moto 360! 
Ich persönlich finde das Teil einfach Heiß!!!!!!!!!!!!!!

Und der Test auf http://g.co/WearCheck hat ergeben:






Freitag, 30. März 2012

Antwort auf den offenen Brief der Tatort-Drehbuchschreiber

//Hier ist das unkomentierte Ponton zum Tatort Brief.//
 CCC

2012-03-29 17:30:00, zas
Im Rahmen der Debatte zu einem moderneren Verwertungsrecht haben sich 51 Drehbuchautoren, die regelmäßig für den Tatort schreiben, zu Wort gemeldet. Zu diesem Brief möchten 51 Hacker des Chaos Computer Clubs (CCC) hier ein paar Anmerkungen loswerden.

Liebe Tatort-Drehbuchschreiber,

mit Freude nehmen wir – ganz kess als Vertreter der von Euch angeprangerten "Netzgemeinde" – Euer Interesse [1] an unseren Gedanken zu einer Versachlichung der Diskussion über Urheber- und Urheberverwertungsrechte im digitalen Zeitalter wahr. Bevor wir aber unnötig gleich zu Beginn Schubladen öffnen: Auch wir sind Urheber, sogar Berufsurheber, um genau zu sein. Wir sind Programmierer, Hacker, Gestalter, Musiker, Autoren von Büchern und Artikeln, bringen gar eigene Zeitungen, Blogs und Podcasts heraus. Wir sprechen also nicht nur mit Urhebern, wir sind selber welche.
Es wird daher keinen "historischen Kompromiß" geben, denn es stehen sich nicht zwei Seiten gegenüber, jedenfalls nicht Urheber und Rezipienten, sondern allenfalls prädigitale Ignoranten mit Rechteverwertungsfetisch auf der einen Seite und Ihr und wir auf der anderen, die wir deren Verträge aufgezwungen bekommen.
Das Tragische (im griechischen Sinne) ist doch, daß wir beide Opfer des Verwertungssystems sind. Ihr schuftet Euch seit Jahren für die Verwertungsindustrie ab und habt so viele Eurer Rechte weggegeben, daß weder Ihr noch Eure Nachfahren von der verlängerten Urheberrechtsschutzfrist etwas haben. Das ist bloß ein Verhandlungsmittel, mit dem Ihr zu reduzieren hofft, wie doll Euch die Verwertungsindustrie abzockt. Wir kämpfen eigentlich auf derselben Seite, aber Ihr merkt es nicht einmal.
Bei uns ist das ganz ähnlich. Viel Software wird inzwischen gar nicht mehr für Profit geschrieben, sondern frei ins Netz gestellt oder als Selbstvermarkter-Shareware, weil den Autoren klar ist, daß sie nie einen müden Cent sehen werden für ihr Werk. Für Software gibt es keine Verwertungsgesellschaften, mangels historischen Präzedenzfalls. Wenn Ihr Euch mal umschaut, werdet Ihr sehen, daß auch kein einziger von uns Software-Autoren eine GEMA für Software fordert. Wir nehmen Euch nichts weg, das wir für uns fordern. Wir haben uns nur von der Idee verabschiedet, daß dieses Modell in zehn Jahren noch existieren wird.
Software im kommerziellen Bereich entsteht im Allgemeinen als Werkvertrag oder unter Anstellung, und sämtliche Verwertungsrechte gehen an die Auftraggeber. Kommt Euch das bekannt vor? Nur daß bei uns niemand unsere Rechte zu vertreten versucht. Und wißt Ihr, welcher kreative Bereich stärker wächst und mehr Umsatz macht, Eurer oder unserer? Überraschung: Es stellt sich heraus, daß man auch ohne Verwertungsindustrie überleben kann. Anstatt Euch an den Konsumenten gütlich zu tun, solltet Ihr Eure Anstrengungen darauf konzentrieren, für Eure Werke direkt vom Auftraggeber ordentlich entlohnt zu werden. Was Ihr braucht ist eine den Namen verdienende, starke Gewerkschaft, kein Monster aus Verwertungsgesellschaften, die dann Youtube langjährig verklagen, weil sie kostenlos Werbung für Euch machen und Euch damit zukünftige Aufträge verschaffen. [2]
Um die Anwürfe in Eurem offenen Brief zu sortieren:
  • "wir" würden eine apokalyptische Zeit der Kulturlosigkeit a la "Demolition Man" heraufbeschwören, um allen kostenlos Zugang zu aller Kultur zu verschaffen,
  • der Feind seien grundsätzlich alle nur an Geld und nicht an der Kultur interessierte Verwerter,
  • "wir" würden nicht anerkennen, daß sich Kulturdienstleister durch das Schaffen von Werken Eigentum akkumulieren dürften.
Die Pauschalkritik an Verwertern, die uns nun mit so bunt zusammengeklaubten Kommentaren von so unterschiedlichen Quellen wie drei Parteien und einer von Euch offensichtlich nicht ganz verstandenen "Netzgemeinde" um die Ohren gehauen wird, ist so nie geäußert worden. Dieser plumpe Diskussionsstil ist uns zuletzt bei den eben alle Verwerter in einen Topf werfenden Zwölfjährigen begegnet, die gegen Staat, GEMA und zu wenig Taschengeld rebellierend ihre Lieblingsmusik für lau aus dem Netz ziehen und denen dafür jede Rechtfertigung recht ist. Daß hier noch kein Equilibrium im Spannungsfeld zwischen neuen Technologien und Werkschaffungen im Vor-Netz-Zeitalter erreicht ist, ist offensichtlich. Dies ist jedoch kein Grund, uns als Netizens mit in denselben Topf zu werfen.
Natürlich wird niemand behaupten, in den Filesharingdiensten würde überwiegend Schostakowitsch getauscht. Dies ist keine Lebenslüge, auch wenn es schade ist. Daß unerwünschtes Vervielfältigen von digitalen Erzeugnissen nun zum gesamtgesellschaftlichen Problem wird, hat weniger mit dem ebenfalls reformbedürftigen Verwertungsrecht zu tun, als mit dem Abmahn-Unwesen, das zur Zeit viele gerade jüngere, nicht adäquat versorgte potentielle Konsumenten eiskalt erwischt.
Die Verkürzung eines Schutzrechts ist dabei auch nur eins der Werkzeuge, um gerade Euch (oder besser gesagt Euch und uns) Fallstricke beim Ausüben unserer Berufe auszuräumen. Gerade Ihr solltet doch – bei der recht dünnen Menge potentieller Krimiplots [3]– verstehen, daß Plagiatsanwürfe beim Verwenden von Versatzstücken zu einem horrenden Minenfeld werden. Wir (jetzt in einer Rolle) als Softwareurheber bewegen uns seit zu langer Zeit schon in genau jenem Software-Trivialpatente-Minenfeld, wir verstehen ganz gut, wohin der Zug geht. Wir sollen also die Finger von den Schutzfristen lassen. Oh bitte, es bluten einem die Ohren bei diesem ewiggestrigen Singsang, den wir uns seit Jahren anhören müssen, während alle paar Jahre die Fristen verlängert werden. Wir sind jetzt bald bei einer Länge von einem Jahrhundert angekommen, und da bringt Ihr echt das Argument, man dürfe die Schutzfristen nicht anrühren? Wir glauben, es hackt. Das ist das Digitalzeitalter, Freunde, wir wissen nicht mal, wie wir digitale Daten ein ganzes Jahrhundert lang bewahren sollen. Die Archive und Bibliotheken haben noch nicht mal annähernd ein Konzept dafür. Und diese DRM-Grütze und der Mangel an offenen Formaten, das sind die Probleme, und beides hat einen Zusammenhang zu Schutzfristen. Nicht nur deswegen müssen sie radikal verkürzt werden, sondern auch, weil selbst Ihr auf den Schultern von Riesen steht, denen Ihr gefälligst Tribut zu zahlen habt.
Sir Arthur Conan Doyle schrieb dazu: »Wenn jeder Autor, der ein Honorar für eine Geschichte erhält, die ihre Entstehung Poe verdankt, den Zehnten für ein Monument des Meisters abgeben müßte, dann ergäbe das eine Pyramide so hoch wie die von Cheops.«
Das von Euch als gottgegeben hingestellte sogenannte "geistige Eigentum" ist bei näherem Hinsehen eine Chimäre jüngeren Datums, gerne als unsachlicher Kampfbegriff angeführt, um gewisse grundsätzliche Diskussionen zu vermeiden. In den letzten Jahren sind dazu viele – auch sehr ausgewogene – Kommentare verfaßt worden. [4]
Daß einige Verwertungsgesellschaften mit dem simplen Fakt überfordert sind, das Kopieren von Werken nicht verhindern zu können, ändert nichts an der Tatsache, daß früher wie jetzt eine grundsätzliche Bereitschaft besteht, Kulturdienstleister angemessen zu entlohnen. Wo es Wege gibt, streßfrei und ohne Gängelungen Werke zu fairen Konditionen zu beziehen, werden diese ausgiebig genutzt, seien es App-Stores für Mobiltelefone oder "Music Stores" mit einfachen Bezahlmodellen. E-Book-Geschäfte sind ebenso gerade im Kommen, hakeln allerdings wegen der unausgereiften DRM-Technologie ein wenig. In der Netzgemeinde werden über moderne Konzepte wie "Flattr" sogar einzelne Wortbeiträge in Blogs oder für Podcasts entlohnt. (Beispiel: [5])
Daß diese Transition nicht für jeden einfach ist, können wir nachvollziehen. Und das Verbandsklagerecht fordern wir übrigens auch schon seit Jahren. Und wer hat uns verraten? Richtig.
Gerade Ihr als Tatort-Autoren, deren Brötchen zum großen Teil über die Rundfunkgebühren bezahlt werden, solltet wissen, wie sich eine Kulturflatrate anfühlt. Hier hungern Urheber nicht. Aber gerade diese Verwertungsgesellschaft, die Eure Tatort-Drehbücher entlohnt, ist das beste Beispiel, wie sich ein verselbständigter Wasserkopf mehr und mehr der eigentlich Euch zustehenden Anteile am ausgestrahlten Werk einverleibt. Hand hoch, wieviele von Euch sind festangestellt? Wieviele wurden in den letzten Jahren durch Vertragsveränderungen bei den Landesmedienanstalten auch noch der Zweitverwertungsrechte im Netz beraubt? Na, und wie fühlt sich der Blick in Eure Buy-Out-Verträge an, wenn Ihr ehrlich seid? Stockholmsyndrom?
Da war noch was: Wir sollten mal mit unseren Kulturpolitikern reden, meint Ihr. Was für eine tolle Idee, als laberten wir denen nicht schon Blumenkohl ans Ohr seit einem Jahrzehnt. Hier müssen wir aber doch mal auf ein paar wohlfeile Unterschiede zwischen den von Euch zusammengemanschten Parteien Wert legen: Mit grünen Kulturpolitikern zu reden, ist wie mit einer Wand. Sie hören selten zu, haben in den letzten Jahren keine einzige zeitgemäße Idee zum Verwertungsrecht umsetzen können und eine konservative Grundhaltung, die selbst Ansgar Heveling eine Freude wär. (Ausnahmen bestätigen die Regel.) Die Piraten haben keine Kulturpolitikerinnen. Die linken Kulturpolitiker sind ganz entgegen anderslautender Gerüchte die mit Abstand progressivsten, die neue Ideen auch gern mal durchdenken. Natürlich hätten sie eh keine Macht, etwas umzusetzen, da diskutiert es sich eben einfacher.
Na, jetzt eine Idee, wieso wir das mal einfach auf eigene Faust machen? Genau.
[1] Offener Brief von 51 Tatort-Autoren
[2] Kulturwertmark
[3] http://www.zeit.de/2012/13/Krimi-Tatort/komplettansicht
[4] Ansgar Ohly, Diethelm Klippel (Hg.): Geistiges Eigentum und Gemeinfreiheit, Tübingen: Mohr Siebeck 2007.
[5] CRE (früher Chaosradio Express)

Offener Brief von 51 Tatort-Autoren



Liebe Grüne, liebe Pi­ra­ten, liebe Linke, liebe Netz­ge­mein­de!
Wir Un­ter­zeich­ner er­ken­nen an, dass Sie alle sich eines ve­ri­ta­blen Pro­blems an­neh­men wol­len, das die zwei gro­ßen, am In­ter­net hän­gen­den „Par­tei­en“ be­trifft: Die schlech­te Lage der Ur­he­ber, ihre un­an­ge­mes­se­ne Ver­gü­tung und die mil­lio­nen­fa­che il­le­ga­le Nut­zung von ur­he­ber­recht­lich ge­schütz­ten In­hal­ten auf der einen Seite, 600.000 Ab­mah­nun­gen von Usern und die Mög­lich­keit von Netz­sper­ren und (an­lass­lo­ser) Vor­rats­da­ten­spei­che­rung, die Sie gerne Zen­sur nen­nen, auf der an­de­ren Seite.
Wenn Sie die­ses tat­säch­li­che Di­lem­ma aber ernst­haft lösen (hel­fen) wol­len, ist es an der Zeit, sich von ein paar Le­bens­lü­gen zu ver­ab­schie­den.
Grüne Po­li­ti­ker un­ter­mau­ern das ak­tu­el­le Pro­blem üb­li­cher­wei­se durch die Ge­gen­über­s­tel-lung zwei­er Grund- und Men­schen­rech­te: Der Ar­ti­kel 27 der Men­schen­rech­te pos­tu­lie­re ei­ner­seits den Schutz des Ur­he­bers als Ei­gen­tü­mer sei­ner Schöp­fung, sei­ner Werke, an­de­rer­seits würde der freie Zu­gang zu Kunst und Kul­tur ga­ran­tiert. Diese dra­ma­ti­sche Ge­gen­über­stel­lung ent­hält aber gleich zwei Le­bens­lü­gen:
1. Die dem­ago­gi­sche Sug­ges­ti­on, es gäbe kei­nen frei­en Zu­gang zu Kunst und Kul­tur mehr – eine Be­haup­tung, die durch nichts be­wie­sen wird. Was auch schwer fal­len dürf­te: die Bun­des­re­pu­blik, die west­li­che Welt hat in über 100 Jah­ren ein de­fi­nier­tes, kla­res Sys­tem ver­schie­de­ner Nut­zungs­ar­ten und Zu­gän­ge her­aus­ge­bil­det.
2. Die dem­ago­gi­sche Gleich­set­zung von frei und kos­ten­frei. Die Men­schen­rech­te ga­ran­tie­ren in der Tat einen frei­en, aber doch kei­nen kos­ten­frei­en Zu­gang zu Kunst und Kul­tur. Diese po­li­ti­sche Ver­kür­zung von Grü­nen, Pi­ra­ten, Lin­ken und Netz­ge­mein­de dient le­dig­lich der Auf­wer­tung der User-In­ter­es­sen, deren Um­sonst­kul­tur so in den Rang eines Grund­rech­tes ge­hievt wer­den soll.
Wie über­haupt der ganze Dis­kurs über das Netz und seine User einen hohen Ton an­schlägt und damit die Ba­na­li­tät von Rechts­ver­stö­ßen ka­schiert oder gar zum Frei­heits­akt hoch­jazzt. Die Grund­rech­te der Ur­he­ber bzw. der von ihnen be­auf­trag­ten Rech­te­inha­ber aber wer­den da­ge­gen mar­gi­na­li­siert: Zum Bei­spiel das Grund­recht auf geis­ti­ges Ei­gen­tum. Die­ses Recht wird nicht nur fron­tal an­ge­grif­fen und in­fra­ge ge­stellt, neu­er­dings schi­cken ge­ra­de die Grü-nen gerne von Goog­le ali­men­tier­te In­itia­ti­ven wie col­la­bo­ra­to­ry, Alex­an­der-von-Hum­boldt-In­sti­tut oder auch das (vor­ma­li­ge) Max-Plank-In­sti­tut für geis­ti­ges Ei­gen­tum vor, die an­geb­lich völ­lig au­to­nom und un­ab­hän­gig eine neue Rechts­grund­la­ge su­chen wür­den – im so­ge­nann­ten Im­ma­te­ri­al­gü­ter-Recht.
Fakt ist, dass die Ur­he­ber­rech­te in der Bun­des­re­pu­blik nicht nur durch die Ver­fas­sung, son­dern auch durch zahl­lo­se, völ­ker­recht­lich ver­bind­li­che Ver­trä­ge auch in­ner­halb der EU ul­ti­ma­tiv ver­brieft sind. Dass die­ses Grund­recht ak­tu­ell zur po­li­ti­schen Dis­po­si­ti­on stün­de, ge­hört zu den lie­be­voll ge­heg­ten Le­bens­lü­gen der Netz­ge­mein­de.
Und noch eine Le­bens­lü­ge, die al­ler­dings ty­pisch ge­wor­den ist für die Ber­li­ner Re­pu­blik: der Aus­weg in die Sym­bol­po­li­tik. Das Bei­spiel hier­für sind hier die Schutz­fris­ten, mit denen die Ur­he­ber bzw. ihre Nach­fah­ren von dem ei­ge­nen Werk pro­fi­tie­ren kön­nen. Zur Zeit sind das 70 Jahre post mor­tem, die Netz­ge­mein­de for­dert ra­di­ka­le Ver­kür­zun­gen, gern auch mal „Mo­der­ni­sie­rung“ ge­nannt. Dabei rei­chen die For­de­run­gen von „gar keine Schutz­frist“, einer 5-Jah­res­frist nach Ver­öf­fent­li­chung des Wer­kes, die letz­te For­de­rung der Grü­nen lau­tet: „So­lan­ge der Ur­he­ber lebt“, an­de­re Netzin­itia­ti­ven nen­nen 20 Jahre post mor­tem.
Mal ganz ab­ge­se­hen von der Tat­sa­che, dass nir­gend­wo eine Ar­gu­men­ta­ti­on ver­sucht wird, warum ge­ra­de diese Ei­gen­tums­form über­haupt eine Ein­schrän­kung er­fah­ren darf, ist die­ser Vor­schlag zur Lö­sung des o.g. Di­lem­mas völ­lig un­ge­eig­net. Nicht nur, dass die Ur­he­ber durch diese Schutz­fris­ten-Ver­kür­zung ent­eig­net und damit dra­ma­tisch schlech­ter ge­stellt wür­den, nein, die­ser Vor­schlag än­dert auch kein biss­chen an den In­ter­es­sen der ver­meint­lich un­schul­di­gen User: Ihre il­le­ga­len Down­loads oder Strea­m­ings be­tref­fen in der Masse nur die al­ler­al­ler­neu­es­ten Filme, Mu­si­ken, Bü­cher, Fotos und De­signs – und nicht etwa Werke, die 20, 40 oder 60 Jahre alt sind. Eine Ver­kür­zung der Schutz­fris­ten würde an die­sem Pro­blem also nichts än­dern, wäre reine Sym­bol­po­li­tik: Schaut her, wir haben den Ur­he­bern auch was weg­ge­nom­men...
Die ver­mut­lich gra­vie­rends­te Le­bens­lü­ge der selbst­er­nann­ten Pro­blem­lö­ser zum Schluss: Wenn man Ur­he­ber und User bes­ser stel­len will, braucht es ja einen, der die­sen Al­le-ha­ben-al­le-wie­der-lieb-Kom­pro­miss, der den Kram be­zahlt – denn wie in allem, was her­ge­stellt wird, steckt auch im „Con­tent“ ver­dammt viel Ar­beit von Ur­he­bern und kos­tet des­halb auch Geld, das ir­gend je­mand be­zah­len muss. Die­sen om­ni­po­ten­ten Zah­ler kennt die Netz­ge-mein­de auch schon ganz genau: Nein, nicht Goog­le, youtube und die an­de­ren In­ter­net­ser­vice­pro­vi­der, die sich dumm und däm­lich daran ver­die­nen, il­le­ga­le Kon­tak­te zu ver­mit­teln, den kri­mi­nel­len Mo­del­len wie kino.​to, me­gau­pload, the Pi­ra­te Bay etc. über­haupt zum Er­folg zu ver­hel­fen. Nein, für die Grü­nen, Pi­ra­ten und Netz­po­li­ti­ker aller Par­tei­en ist der große Übel­tä­ter die Ver­wer­tungs­in­dus­trie: Sony, Uni­ver­sal, Ber­tels­mann und, ganz wich­tig, na­tür­lich die GEMA und die an­de­ren Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten. Das sind in ihren Augen die Blut­sau­ger, die sol­len die Zeche zah­len.
Mal davon ab­ge­se­hen, dass die selbst­er­nann­ten Di­gi­tal Na­ti­ves (auch) über die­sen Punkt nie di­rekt mit den be­trof­fe­nen Ur­he­bern ge­spro­chen haben, sie haben über­haupt nicht ver­ste­hen oder be­grei­fen wol­len, dass bis auf Maler und Bil­den­de Künst­ler diese Tren­nung in Ur-he­ber und „böse“ Ver­wer­ter über­haupt kei­nen Sinn macht, ja un­mög­lich ist: Filme, Mu­sik­pro­duk­tio­nen, web- und Wer­be­kam­pa­gnen, Ar­chi­tek­tur- und De­sign­pro­duk­te wer­den über­haupt erst rea­li­siert, wenn die künst­le­ri­schen Ideen der Ur­he­ber mit Ka­pi­tal und Ver­mark­tungs­know­how zu­sam­men­kom­men.
Wenn die Grü­nen, Pi­ra­ten, die Netz­po­li­ti­ker aller Par­tei­en es mit den Ur­he­bern also wirk­lich ernst mei­nen, dann soll­ten sie zu­nächst mal mit ihren ei­ge­nen Kul­tur­po­li­ti­kern spre­chen: Die kön­nen ihnen den Zu­sam­men­hang von Kunst/Kul­tur und ma­te­ri­el­ler Ab­si­che­rung si­cher er­läu­tern, ihnen klar ma­chen, dass die nach­hal­ti­ge Pro­duk­ti­on qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ger Kunst und Kul­tur nicht ama­teur­haft, also wie Wi­ki­pe­dia or­ga­ni­siert wer­den kann. Im­mer­hin leben hun­dert­tau­sen­de Men­schen von krea­ti­ver Ar­beit und hel­fen mit ihren (kon­kur­renz­fä­hi­gen) Wer­ken, die ide­el­le und ma­te­ri­el­le Zu­kunft einer post­in­dus­tri­el­len Bun­des­re­pu­blik auch in­ter­na­tio­nal zu si­chern.
Wenn man die Lage der Ur­he­ber nach­hal­tig ver­bes­sern will, dann müss­ten also alle po­li­ti-schen Kräf­te den Ur­he­bern bzw. ihren Ver­bän­den hel­fen, das Ur­he­ber­ver­trags­recht zu ver­bes­sern, die Ver­hand­lungs­po­si­tio­nen der Ur­he­ber ge­gen­über den Ver­wer­tern zu stär­ken: Mit Hilfe ver­bind­li­cher Re­ge­lun­gen zu den Ge­mein­sa­men Ver­gü­tungs­re­geln (GVR) oder mit einem Ver­bands­kla­ge­recht, oder, oder...
Vor allen Din­gen soll­ten die Netz­po­li­ti­ker aller Par­tei­en die Fin­ger von den Schutz­fris­ten las­sen, und bitte nicht jede Miss­brauchs­kon­trol­le bei Pro­vi­dern und Usern gleich als den de­fi­ni­ti­ven Un­ter­gang des Abend­lan­des an­pran­gern: Bei der Suche nach Schwarz­fah­rern und Steu­er­hin­ter­zie­hern zum Bei­spiel, müs­sen sich die Bür­ger auch ei­ni­ge Ein­schrän­kun­gen ihrer Rech­te ge­fal­len las­sen.
Für kon­struk­ti­ve Ge­sprä­che über den an­ste­hen­den his­to­ri­schen Kom­pro­miss zwi­schen Ur­he­bern und Usern ste­hen wir je­der­zeit be­reit.
Mit freund­li­chen Grü­ßen
Urs Aeber­sold
Feo Ala­dag
Mi­guel Alex­and­re
Fried­rich Ani
Knut Boe­ser
Kat­rin Büh­lig
Fred Brei­ners­dor­fer
Leo­nie-Clai­re Brei­ners­dor­fer
Ste­fan Cantz + Jan Hin­ter
Orkun Er­te­ner
Chris­toph Fromm
Klaus Gie­tin­ger
Axel Götz
Dinah Marte Golch
Jo­chen Greve
Harry Gö­cke­ritz
Mi­cha­el Gut­mann
Peter Hem­mer
Peter Hen­ning
Felix Huby
Ste­fa­nie Krem­ser
Wolf­gang Lim­mer
Petra Lü­schow
Da­nie­la Mohr
Mar­ti­na Mouchot
Cle­mens Mu­rath
Ca­ro­lin Otto
Hen­ri­et­te Piper
Clau­dia Priet­zel
Peter Probst
Ger­hard J. Rekel
Pim G. Rich­ter
Jo­han­nes Rot­ter
Heike Rüb­bert
Peter Schei­bler
Hart­mann Schmi­ge
Hol­ger Kars­ten Schmidt
Si­mo­ne Schnei­der
Su­san­ne Schnei­der
Do­ro­thee Schön
Tho­mas Schwank
Xaõ Seff­che­que
Mar­kus Stromie­del
Uwe Wil­helm
Mi­cha­el Wogh
Da­ni­el Wolf
Ger­lin­de Wolf
Eva Zahn
Vol­ker A. Zahn
Peter Zing­ler
29. März 2012
Kon­takt über:
VDD
030 25 76 29 71
info@​drehbuchautoren.​de
www.​drehbuchautoren.​de

Montag, 19. September 2011

eBooks

Ich hatte ganz vergessen wie interessant Bücher sein können. Nachdem ich wirklich lange kein Buch mehr in der Hand hatte, habe ich plötzlich entdeckt, das Lesen Spaß macht.
Natürlich ist es ein besonderes Gefühl ein gebundenes Buch in den Händen zu haben. Zuhause in einer Ecke, schön gemütlich, ein gutes Buch und einen guten Wein zu genießen hat was.
Aber dafür fehlt mir leider die Zeit.
Also die Ansprüche etwas reduzieren und es geht auch anders.
Ich habe mir vor einiger Zeit ein Tablet (Motorola XOOM) zu gelegt. Es hat dann etwas gedauert bis alles so war wie ich es wollte. Musik (Google Musik), Filme (auch in HD), Navigation (Navigon Mobil Navigator),  und Hörbücher (SiFi) werden genial dargestellt.
Aber Bücher?
Durch ein Buch der IHK bin ich erst darauf gekommen, dass was fehlt.
Aber, aber !!!???
Nach einigem Hin- und Her habe ich mich für den Reader Aldiko entschieden.
Er macht genau das was ich brauche.
Ich habe zwar auch noch das App Onleihe um auf meine Bücherei Online zu zugreifen,
aber da ich auch sehr viele eigene
Bücher (meist IT-Fachbücher) im
PDF-Format habe ist Aldiko genau
richtig.
Neben Fachbüchern möchte man (ich) evtl. auch mal einen Roman lesen. Deshalb habe ich mich mal umgesehen, wo es Bücher gibt.
Meine erste Anlaufstelle, war Thalia.de . von hieraus habe ich mich dann durch gehangelt. Folgende Seiten habe ich dann gefunden und auch mal genutzt:
ebook2you, Ciando, libri, Amazon.de, pageplace, letzteres ist von der Telekom und greift auf Amazon zu, Digitallesen, Zulu-Ebooks, Internet-Archive, Projekt-Gutenberg, DigBig, (die beiden letzten sind sehr zu empfehlen!!), Beam-Ebooks.
Es gibt dann noch einige andere Seiten. Sowohl legale als auch nicht ganz legale.
Wenn Ihr gute Seiten wisst, postet Sie bitte.
Vorschlag: L=Legal/Seite
                  N=Nicht legal/Seite

Freitag, 2. September 2011

IFA Inspirationen

Vor langer, langer Zeit, als Nokia mit seinen Handys noch innovativ war, gab es einen Communikator . Damals die absolute Härte.
Diesen Innovativen Stile könnte jetzt Sony mit seinem P-Tab neu aufleben lassen.
Endlich mal wieder eine Idee, die sich nicht im Hintergrund vor Aple in die Hose macht, da sie ganz andere Ansätze zeigt.
derStandard.at hat in seinem Bericht  von der IFA berichtet.

Freitag, 19. November 2010

Das OSI Model mal anders

Jeder IT-ler ist irgendwann mal über das OSI Schichten Model gestolpert,


so wie ich auch. Leider hatte ich aber so meine Schwierigkeiten damit es a) zu verstehen und b) es zu lernen.
(-: Jetzt habe ich endlich die Lösung gefunden (-:
Der Satz:
Alle Priester saufen Tequilla nach der Predigt
zeigt die Schichten von 7 nach 1:
Aplikation
Presentation
Session
Transport
Network
Data
Physical

Dienstag, 26. Oktober 2010

Der Einsatz von Social Media Techniken beim digitalen Lernen

Social Media Learning ! ? !
Der Basic Thinking Blog beschäftigt sich in seinem Beitrag über die Mischung aus E-Learning und Sozial Media.
Es lohnt sich mal rein zu schauen. 

Wer weitergehende Infos möchte der sollte mal auf die Seite der SMA (Sozial Media Akedemie) Schalten.  

Bank mal anders II

Kleiner Nachtrag zu Smarva:
Gute Nachrichten zu smava.de gab es im aktuellen Spezial der Stiftung Finanztest für Selbständige. Dort wurde der Online-Kreditmarktplatz bereits zum vierten Mal positiv bewertet und als günstige Alternative zur Bank eingeschätzt.
Ebenso erfreulich: Auch die Wirtschaftswoche beschreibt smava.de als gute Alternative zum Bankkredit. Dabei wird die Geschichte der Berliner Bauunternehmerin Carola Kirchner erzählt, die ihren neuen Firmenwagen mit Hilfe von smava.de schnell und einfach finanziert hat. Die Geschichte von Frau Kirchner findet sich auch als Video auf smava.de – hier: Carola Kirchners Weg zum Kredit.

Ich wünsche euch viel Erfolg und gute Geschäfte auf smava 

Internet

Alle sprechen derweil von dem Firefox Addin Firesheep.
Der Blog "Stadt Bremerhaven" befasst sich in einem Artikel damit. Allerdings zeigen Sie auch einen Weg aus der Misere. Über ein weiteres Firefox Addin "HTTPS Everywhere" kann man sich schützen.
Überhaupt hat der Blog einige gute Anregungen.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Bücherregale

Ich möchte euch auf die folgende Seite aufmerksam machen.!
Wikibooks ist eine Bibliothek mit Lehr-, Sach- und Fachbüchern. Jeder kann und darf diese Bücher frei nutzen und bearbeiten. Unsere Lehrbücher spiegeln bereits gesichertes Wissen wider, das heißt die hier vermittelten Kenntnisse sind in ähnlicher Form in anderen tatsächlich publizierten Werken des jeweiligen Fachs bereits dargestellt.
Am 10. Juli 2003 wurde „Wikibooks“ als eines der Wikimedia-Projekte ins Leben gerufen. Die deutschsprachige Ausgabe gibt es seit dem 21. Juli 2004. Seither hat eine Vielzahl von Freiwilligen 16.413 Buchkapitel in 679 Büchern angefertigt. Die 46 bereits fertigen Bücher sind im Buchkatalog zu finden.
Bei Wikibooks kann und darf sich jeder konstruktiv beteiligen und sein Wissen einbringen – die ersten Schritte sind ganz einfach. Auf unserem Projektportal gibt es weitere Hilfestellungen sowie Möglichkeiten zur Beteiligung. Die Rundschau informiert über Neuigkeiten bei Wikibooks, das Schwarze Brett zeigt die neuesten Hilfe-Gesuche auf.

Jabber Acount erstellen






Jabber in 5 Minuten

Da mich in letzter Zeit immer mehr Menschen auf Jabber ansprechen und v.a. wissen wollen wie es funktioniert sich auf die schnelle einen Jabber-Account inklusive zugehöriger Software einzurichten, habe ich mich kurzerhand entschlossen eine Schnellanleitung für ungeduldige zu basteln. Auch über meinen Artikel “Warum eigentlich Jabber“, kommen immer mehr Jabber-begeisterte auf diesen Blog, daher nun schnell die wichtisten Punkte…

1. Jabber-Software

Es gibt zahlreichen Clients die Jabber unterstützen, da wir hier aber eine Schnellanleitung haben wollen, erfolgt kein großer Vergleich, sondern schlichtweg eine persönliche Empfehlung. Mit Pidgin funktioniert Jabber sowohl unter Windows als auch unter Linux. Für Mac-User tut Adium angeblich gute Dienste. Beide Programme können übrigens hervorragend auch mit anderen IM-Diensten wie ICQ, MSN, Yahoo, etc. pp. umgehen. Die Account dieser Anbieter können damit parallel ohne zusätzliche Software betrieben werden,

Beide Programme sind entsprechend des jeweiligen Betriebssystem zu installieren - im Falle von Windows reicht bei Pidgin ein Doppelklick auf die exe-Dateien. Linux- und Mac-User sollten auch ohne Anleitung in der Lage sein Software zu installieren :D. Für Ubuntu-User gibt’s der Einfachheit halber unter anderem bei Getdeb entsprechende deb’s.
2. Account einrichten

Bei Jabber wird der Account in der Regel direkt über die Software eingerichtet. Jeder darf seinen Jabber-Server frei wählen. Für den Anfang und wiederum der Einfachheit halber wählen wir jabber.org aus. Im Programm fügen wir also ein Konto hinzu (Pidgin: Menü Konten -> Ändern/Hinzufügen -> Hinzufügen), wählen das entsprechende Protokoll (Jabber bzw. XMPP) aus und geben unsere Daten ein. Der Benutzername kann frei gewählt werden. Als Domain verwenden wir jabber.org, geben bei Ressource etwas ein wie z.B. “Home” (dazu ein ander mal mehr) und bestimmen ein Passwort. Durch einen klick auf den Button registrieren erfolgt nach wenigen Sekunden ein Bestätigungsfenster in dem Benutzername und Passwort schon vorausgewählt sind. Ein bestätigender Klick auf “Registrieren” vervollständigt die Registrierung und das Konto ist eingerichtet.

Ein Klick auf das Kästchen vor den Konteninformationen sollte das Häkchen darin aktivieren und das Konto ist nach wenigen Sekunden online. Wenn alles geklappt hat sollte man folgende Nachricht vom Server erhalten:

(17:13:10) jabber.org:
Welcome to the jabber.org IM service. For information about this service visit http://status.jabber.org


3. Fertig

Entsprechend kann es natürlich passieren, dass bei einem bereits vorhandenen Benutzernamen eine Fehlermeldung erscheint. Die genauen Meldungen unterscheiden sich von Software zu Software, aber der grundsätzliche Ablauf sollte bei allen Systemen gleich sein.

Nun kann fleissig damit begonnen werden Jabber-Kontakte hinzuzufügen oder weitere Accounts anderer Netzwerke einzurichten.

Jabber funktioniert übrigens auch mit einem evtl. bereits vorhandenen Google-Account (muss kein Gmail-Account sein). Entsprechende Anleitung für unterschiedliche Software oder einfach Google Talk finden sich unter http://google.com/talk)

Jabber

Einen Jabber-Account erstellen geht genau so schnell wie das Einrichten eines ICQ, AIM, MSN oder Yahoo Accounts. Ich persönlich nutze/teste:
Google-Talk, ICQ, Web.de, Jabber.org, Jabber.ccc.de, MSN, Facebook und Skype. Von Twitter habe ich mich wieder getrennt.
Hier soll aber das Jabber Protokoll, auch bekannt als XMPP vorgestellt werden. Das wichtigste zuerst:
Jabber ist kein Netzwerk. Im Gegensatz zu ICQ, MSN, AIM und wie sie nicht alle heißen, hat Jabber keinen Betreiber, keine zentralen Server - die demnach auch nicht ausfallen können - und auch keinen kommerziellen Hintergrund. Jabber ist erstmal nichts anderes als ein Protokoll. Ein Protokoll ist die Basis eines IM-Netzwerkes die festlegt in welcher Form Nachrichten, Bilder, Sprache, usw. übertragen werden. Wer also z.B. ein Programm zum Chatten in einem IM-Netzwerk programmieren will, muss das Protokoll kennen. Andernfalls könnte er sich nicht mal anmelden. Im Falle von ICQ, MSN, AIM,… ist das jeweilige Protokoll nicht öffentlich verfügbar. Viele Implementierungen anderer Programme (Trillian, Miranda,…) basieren auf einem “Hack” um das jeweilige Netzwerk nutzen zu können. Das macht sich besonders dann bemerkbar, wenn der jeweilige Netzbetreiber was am Protokoll ändert und die genannten Programme dann nicht mehr darauf zugreifen können bis ein entsprechendes Update verfügbar ist. Bei Trillian hat das in der Vergangenheit durchaus auch schon mal Monate gedauert bis ein Update zur Verfügung stand. Ich war zu meiner Windows-Zeit selbst intensiver Trillian-Pro-Nutzer.

Jabber hingegen ist ein offenes Protokoll. Genauer gesagt ist Jabber die Ansammlung mehrerer XML-basierter Protokolle. Nun gibt es mittlerweile zahlreiche Firmen und Organisationen, die sowohl OpenSource als auch ClosedSource-Anwendungen für Jabber geschrieben haben - sowohl Server als auch Clients - also “Chatprogramme” für den PC. Gerade im Bereich der Clients gibt es fast ausschließlich OpenSource-Lösungen. Einige Beispiele dafür sind Pidgin (ehemals Gaim), PSI und Spark. Spark ist dabei ein hervorragendes Beispiel wie Kommerz und OpenSource bei immer mehr Projekten verschmelzen. Der Herausgeber von Spark hat sich vor nicht allzu langer Zeit dazu entschlossen, seinen kommerziellen Jabber-Server Wildfire als Openfire in einer OpenSource-Version weiterzuentwickeln.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Soziale Netzwerke als Kommunikationsplattform IV

Checkliste: Kriterien für die Teilnahme an sozialen Netzwerken

von Ralf Monzel
Kriterien für die Teilnahme an sozialen Netzwerken
1. Geeignetes Netzwerk auswählen
Kriterien für die Auswahl sind u. a.:
  • Berufliche oder private Nutzung angestrebt?
  • Anonyme Teilnahme wichtig und möglich (ggf. mit Pseudonym)?
  • Verknüpfung mit anderen Netzwerken (nein oder wenn ja, ist dies ein Nachteil oder Vorteil für die konkrete Nutzungsabsicht?)
  • Kann der Zugriff durch Dritte auf die von mir eingestellten Informationen selbst eingeschränkt und geregelt werden?
  • Kann das Profil ggf. selber später vollständig wieder entfernt/gelöscht werden?
  • Können Suchmaschinen vom Zugriff auf meine Daten (Profil, Beiträge etc.) ausgeschlossen werden?
  • Sind Datenschutzbestimmungen vorhanden und stehen die Klauseln meinen Nutzungszwecken nicht entgegen?
  • Stehen die AGB meinen Nutzungszwecken nicht entgegen?
  • Kann der Dienst kostenlos genutzt werden oder welche Kosten fallen an?
2. Profil anlegen
Unter anderem sollten Sie auf Folgendes achten:
  • Ist es sinnvoll (oder notwendig), den realen Namen anzugeben?
  • Keine Überschneidung von Passwörtern mit anderen Diensten (keine gleichen Passwörter verwenden, wenn man dem Dienstanbieter nicht absolut vertrauen kann).
  • Ist eine gesonderte E-Mail-Adresse für die Netzwerknutzung sinnvoll?
  • Nur die Daten mitteilen, die wirklich für die Teilnahme notwendig sind.
  • Fotos sagen mehr als tausend Worte, daher bei der Verwendung von Fotos für das Profil unbedingt darauf achten, dass das Foto dem Nutzungszweck entspricht und dieses auch verwendet werden darf (bei Portraitfotos vom Fotografen muss darauf geachtet werden, dass ein Recht zur Nutzung im Internet besteht, denn das Urheberrecht am Foto liegt beim Fotografen, nicht bei der abgebildeten Person).
3. Informationen einstellen
  • Vor der aktiven Nutzung nochmals prüfen, ob Zugriffrechte auf das Profil, Beiträge und Fotos/Videos vergeben werden können und ob die diese (dem Nutzungszwecke entsprechend) angepasst worden sind.
  • Ist nur das eingestellt, was dem Nutzungszweck entspricht (Stichwort: Datensparsamkeit)?
  • Sind die Aussagen, Fotos etc. auch in Bereichen außerhalb des Netzwerkes unverfänglich/unschädlich?
  • Werden durch die eingestellten Aussagen, Fotos etc. keine Rechte Dritter verletzt?
  • Sofern dies im Netzwerk möglich ist: Bei der Aufnahme von unbekannten Personen in den Freundeskreis bzw. Zutritt zu einer Gruppe prüfen, ob die Profile zu meinen Interessen passen (ggf. auch durch "googlen" außerhalb des Netzwerkes)
4. Regelmäßig Daten und Profil überprüfen
  • Sind meine vorhandenen (Profil-)Daten aktuell oder müssen diese angepasst werden?
  • Ist die Teilnahme am Netzwerk für meine Zwecke noch sinnvoll (warum unnötig persönliche Profile verbreiten)?

Soziale Netzwerke als Kommunikationsplattform III

Aktive Nutzung

von Ralf Monzel
Im Laufe der Mitgliedschaft werden dann weitere Informationen preisgegeben. Hierzu zählen zum Beispiel berufliche Verknüpfungen mit anderen Mitgliedern des Netzwerkes, Teilnahme an Nutzergruppen, Kommentare und Anmerkungen zu und von anderen Teilnehmern bis hin zu privaten Fotos.
Diese Informationen sind öffentlich einsehbar, können aber in der Regel vom Nutzer so eingerichtet werden, dass nur ausgewählte Personen Zugriff auf die Daten haben. Eine Ausnahme stellt der Plattformbetreiber dar. Dieser kann die Daten einsehen und zusätzlich auch das Verhalten innerhalb des Netzwerkes nachvollziehen. Infolgedessen verfügt er über sehr detaillierte Profile der einzelnen Mitglieder. Diese Profildaten können zum Beispiel für Werbemaßnahmen auf der Plattform eingesetzt werden.
In Bezug auf Werbemaßnahmen bestimmt das Telemediengesetz (TMG), dass eine Verwendung von personenbezogenen Nutzungsdaten nur zulässig ist, soweit der Betroffene wirksam darin eingewilligt hat. Werden im Rahmen der Werbemaßnahmen Daten genutzt, die der Teilnehmer in seinem Profil angegeben hat, so muss er nach den Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) mindestens eine Widerspruchsmöglichkeit haben. Die Aufsichtsbehörden empfehlen, dass die Anbieter die Nutzer selbst darüber entscheiden lassen, ob - und wenn ja, welche - Profil- oder Nutzungsdaten zur zielgerichteten Werbung durch den Anbieter genutzt werden dürfen. Diese Empfehlung wird in der Praxis nur restriktiv umgesetzt.

Zugriffe beschränken

Viele Netzwerke bieten dem Teilnehmer die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, wem er welche Daten zugänglich machen will. Damit kann er selbst festlegen, welche Daten öffentlich zugänglich und welche nur für bestimmte Gruppen (Freunde, Mitglieder einer Arbeitsgruppe im Netzwerk etc.) verfügbar sind.

Praxis-Tipp

Generell sollte - sofern vorhanden - die Möglichkeit genutzt werden, Suchmaschinen den Zugriff auf die Daten zu verweigern. Damit kann zum einen der Zugriff auf die Informationen durch Dritte erschwert werden. Zum anderen können unliebsame Daten so eher aus dem Internet entfernt werden.

Nicht alle Informationen öffentlich machen

Die Angabe personenbezogener Daten und Informationen gehört zur Teilnahme an sozialen Netzwerken dazu. Ohne solche Angaben kann ein soziales Netzwerk nicht sinnvoll genutzt werden. Allerdings muss man - überspitzt gesagt - nicht gleich sein ganzes Leben darlegen. Man sollte genau überlegen, was, wie und wo geäußert wird. Das Internet ist hier ein sehr verführerisches Medium: Wer käme auf die Idee, seinen Namen mit Adresse und Arbeitgeber über das Radio jedermann mitzuteilen und dann auch noch über seinen Arbeitgeber schlecht zu reden. Hier denkt man sofort, Radio - das kann ja jeder hören und vielleicht auch der Arbeitgeber. Bei der Internetnutzung treten solche Bedenken nicht auf oder werden nicht ausreichend beachtet.

Hinweis

Soziale Netzwerke können eine gute Informationsquelle für Arbeitgeber und potenzielle Auftraggeber sein. Ebenso können die Angaben auch für werbliche Zwecke, für Versicherungsunternehmen oder Vermieter von Privatwohnungen interessant sein.
Versicherungen können bspw. im Schadensfall nach Hinweisen auf nicht mitgeteilte riskante Hobbys oder Vorerkrankungen suchen, um so von einer möglichen Leistung befreit zu werden. Vermieter können sich im Vorfeld ein Bild vom Wohnungsbewerber machen und so entstehen möglicherweise Vorbehalte, die dazu führen, dass ein anderer den Zuschlag bekommt.

Gesundes Misstrauen bewahren!

Wie für das Internet allgemein, so gilt auch bei der Teilnahme an sozialen Netzwerken, dass man "Unbekannten" mit einem gesunden Misstrauen gegenübertreten sollte. Nicht alles, was veröffentlicht wird, entspricht der Wahrheit. Das gilt auch für Personen und deren Profile.
Soziale Netzwerke sind zudem auch ein Betätigungsfeld von Hackern. Beispiel: Ein Anwender nutzt täglich diverse Online-Dienste, etwa E-Mail-Dienste. Dabei wird häufig die E-Mail-Adresse als Nutzerkennung verwendet. Zudem verlangen viele Dienste die Eingabe einer Antwort auf eine vorgegebene, persönliche Frage, um so bei einem vergessenen Passwort wieder den Zugang zu seinem Nutzerkonto zu bekommen. Fragen können das Lieblingshobby, den Ort der ersten eigenen Wohnung, den Namen des Haustiers etc. betreffen. Gerade die Antworten auf solche Fragen lassen sich häufig in Profilen und Äußerungen in sozialen Netzwerken finden oder geben zumindest Hinweise hierauf. Zum Beispiel könnte der Teilnehmer angeben, dass er sich außerberuflich im örtlichen Fußballverein engagiert, somit ist das Hobby "Fußball" sehr naheliegend.

Persönlichkeitsrechte Dritter beachten

Neben den eigenen Rechten müssen durch den Nutzer auch die Rechte Dritter beachtet werden. Besonders anfällig für Rechtsverletzungen innerhalb sozialer Netzwerke sind Fotos oder Videos mit erkennbaren (identifizierbaren) Personen. Dabei sind nicht nur die Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen zu beachten, sondern auch das Urheberrecht des Fotografen.

Praxis-Tipp

Verzichten Sie auf das Einstellen von Personenfotos, wenn Sie sich nicht absolut sicher sind, dass die erkennbaren Personen ihr Einverständnis zur Veröffentlichung gegeben haben. Bei von Dritten aufgenommenen Fotos sollte der Fotograf zuvor um Erlaubnis zur Veröffentlichung gebeten werden. Handelt sich um Fotos von Profi-Fotografen, zum Beispiel bei Passfotos (für das eigene Profil) oder auf einem Betriebsfest, so sollte die Erlaubnis schriftlich vorliegen. Damit kann bewiesen werden, dass man ein entsprechendes Nutzungsrecht hatte und so keine weiteren Lizenzgebühren anfallen.
Unabhängig von der rechtlichen Zulässigkeit sollen Personenfotos nur mit Einwilligung der Betroffenen veröffentlicht werden, dies schafft nicht nur einen Schutz vor Rechtsstreitigkeiten, sondern verhindert auch, dass es zu persönlichen Streitigkeiten kommt, etwa wenn die abgebildete Person der Ansicht ist, ein Foto von ihr sei unvorteilhaft. Das kann schnell Freundschaften nachhaltig negativ beeinflussen oder im beruflichen Umfeld zu einem "Revanche-Akt" wie z. B. Mobbing führen.