Unter Windows können Sie durch das Drücken der Taste [Druck] den ganzen Bildschirm fotografieren bzw. mit [Alt] +[Druck] das aktive Fenster.
Die Grafik können Sie dann anschließend mit [Strg] + [V] in fast jedes Windows-Programm einfügen.
Sicher es gibt auch Alternative Programme, aber manchmal reicht auch die Win 7 Bordküche.
Klicken Sie auf Start - Eingabeaufforderung und geben Sie "Snipping Tool" gefolgt von Enter / Return ein.
Es taucht dann ein kleines Fenster mit diesem Tool auf.
Dort auf "Neu" Klicken und man kann einen bestimmten Ausschnitt markieren.
Samstag, 24. August 2013
Reparieren Sie im Fehlerfall den Task-Manager
Wenn sich nach einer Viren-Attacke der Task-Manager nicht mehr aktivieren lässt und beim Versuch des Aufrufes mit
[Strg] + [Alt] + [Entf] nicht mehr aktivieren lässt, liegt das meist an einem Eintrag in der Registry.
Um den Task-Manager wieder zu aktivieren, gehen Sie wie folgt vor:
Drücken Sie [WIN] + [R] um den "Ausführen-Dialog" anzuzeigen.
Geben Sie im Feld Öffnen den Befehl regedit ein und klicken Sie auf die Schaltfläche Ja.
Wechseln Sie zum Schlüssel „HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\(System)“.
Es kann sein, daß der Schlüssel "System" nicht vorhanden ist.
Sollten Sie den Task-Manager selbst sperren wollen, müssen Sie den Schlüssel „System“ selbst anlegen.
Im rechten Fensterteil suchen Sie nach einem DWORD-Eintrag mit der Bezeichnung DisableTaskMgr.
Der Wert 1 sperrt den Task-Manager. Der Wert 0 oder ein löschen des Eintrags DisableTaskMgr gibt den Task-Manager wieder frei.
Um den Wert zu verändern, doppelklicken Sie auf den Eintrag.
[Strg] + [Alt] + [Entf] nicht mehr aktivieren lässt, liegt das meist an einem Eintrag in der Registry.
Um den Task-Manager wieder zu aktivieren, gehen Sie wie folgt vor:
Drücken Sie [WIN] + [R] um den "Ausführen-Dialog" anzuzeigen.
Geben Sie im Feld Öffnen den Befehl regedit ein und klicken Sie auf die Schaltfläche Ja.
Wechseln Sie zum Schlüssel „HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\(System)“.
Es kann sein, daß der Schlüssel "System" nicht vorhanden ist.
Sollten Sie den Task-Manager selbst sperren wollen, müssen Sie den Schlüssel „System“ selbst anlegen.
Im rechten Fensterteil suchen Sie nach einem DWORD-Eintrag mit der Bezeichnung DisableTaskMgr.
Der Wert 1 sperrt den Task-Manager. Der Wert 0 oder ein löschen des Eintrags DisableTaskMgr gibt den Task-Manager wieder frei.
Um den Wert zu verändern, doppelklicken Sie auf den Eintrag.
Standort:
Worringen, Köln, Deutschland
Überprüfen und reparieren Sie die Systemdateien
Manchmal schleichen sich, bei Installationen z.B., Dateien ein, die glauben unbedingt die Systemdateien überschreiben zu müßen.
Sollte das mal geschehen, gibt es einen Weg zurück.
Klicken Sie dazu auf Start – Alle Programme – Zubehör.
Klicken Sie den Menüpunkt Eingabeaufforderung mit der rechten Maustaste an und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag Als Administrator ausführen.
Bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage mit einem Klick auf Ja.
Geben Sie den Befehl sfc /scannnow - Return ein.
Eine Windows Installations-CD wird unter Windows 7 nicht benötigt.
Die Überprüfung der geschützten Windows-Dateien dauert dann ca. 5 Minuten.
Sollte das mal geschehen, gibt es einen Weg zurück.
Klicken Sie dazu auf Start – Alle Programme – Zubehör.
Klicken Sie den Menüpunkt Eingabeaufforderung mit der rechten Maustaste an und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag Als Administrator ausführen.
Bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage mit einem Klick auf Ja.
Geben Sie den Befehl sfc /scannnow - Return ein.
Eine Windows Installations-CD wird unter Windows 7 nicht benötigt.
Die Überprüfung der geschützten Windows-Dateien dauert dann ca. 5 Minuten.
Standort:
Worringen, Köln, Deutschland
Dienstag, 16. Juli 2013
So richten Sie unter Android Ihren Klingelton ein
Android bringt einige voreingestellte Klingeltöne mit. Sie können aber auch eine beliebige Tondatei benutzen:
Um den Klingelton eines Android-Handys zu ändern, rufen Sie die "Einstellungen" auf und tippen im Abschnitt "Gerät" auf "Töne". Dann tippen Sie auf "Klingelton" und suchen sich einen aus. Soweit so gut - aber was tun, wenn Sie mit den mitgelieferten Tönen nicht zufrieden sind? Ein individueller Klingelton macht einfach Spaß. Kein Problem. Alles, was Sie brauchen, ist eine Tondatei und ein Dateimanager, zum Beispiel den Astro Dateimanager.
Mit dem Dateimanager kopieren Sie die gewünschte Musik aus dem Ordner "Music" in den Ordner "Ringtones". Danach sollte das Musikstück in der Liste der Klingeltöne auftauchen. Ist das nicht der Fall, dann legen Sie im Speicher einen Ordner an und nennen ihn "system".
In dem Ordner system legen Sie bitte einen weiteren Ordner an und benennen diesen "media". Im media Ordner wird nun ein Ordner angelegt den wir "audio" nennen. In diesem werden nun drei neue Ordner angelegt. "alarms", "notification" und "ringtones" Dorthin Ihre Lieblings-MP3 Datei kopieren. Schalten Sie Ihren Androiden aus und wieder an. Jetzt sollten Sie das besagte Musikstück in den Klingeltönen sehen können. Beim Hochfahren sucht das Gerät automatisch nach neuen Dateien, so dass die kopierte Datei in die Systemeinstellungen eingelesen wird.
Die datei Struktur sieht dann folgendermaßen aus:
Und wenn der gewünschte Klingelton sich in der Mitte eines Musikstücks befindet? Dann scheiden Sie ihn mit Audacity aus. Das geht am besten auf einem PC. Danach übertragen Sie Ihren Klingelton auf Ihr Smartphone.
Um den Klingelton eines Android-Handys zu ändern, rufen Sie die "Einstellungen" auf und tippen im Abschnitt "Gerät" auf "Töne". Dann tippen Sie auf "Klingelton" und suchen sich einen aus. Soweit so gut - aber was tun, wenn Sie mit den mitgelieferten Tönen nicht zufrieden sind? Ein individueller Klingelton macht einfach Spaß. Kein Problem. Alles, was Sie brauchen, ist eine Tondatei und ein Dateimanager, zum Beispiel den Astro Dateimanager.
Mit dem Dateimanager kopieren Sie die gewünschte Musik aus dem Ordner "Music" in den Ordner "Ringtones". Danach sollte das Musikstück in der Liste der Klingeltöne auftauchen. Ist das nicht der Fall, dann legen Sie im Speicher einen Ordner an und nennen ihn "system".
In dem Ordner system legen Sie bitte einen weiteren Ordner an und benennen diesen "media". Im media Ordner wird nun ein Ordner angelegt den wir "audio" nennen. In diesem werden nun drei neue Ordner angelegt. "alarms", "notification" und "ringtones" Dorthin Ihre Lieblings-MP3 Datei kopieren. Schalten Sie Ihren Androiden aus und wieder an. Jetzt sollten Sie das besagte Musikstück in den Klingeltönen sehen können. Beim Hochfahren sucht das Gerät automatisch nach neuen Dateien, so dass die kopierte Datei in die Systemeinstellungen eingelesen wird.
Die datei Struktur sieht dann folgendermaßen aus:
Und wenn der gewünschte Klingelton sich in der Mitte eines Musikstücks befindet? Dann scheiden Sie ihn mit Audacity aus. Das geht am besten auf einem PC. Danach übertragen Sie Ihren Klingelton auf Ihr Smartphone.
Donnerstag, 9. August 2012
Nandroid Backups ohne ins Recovery zu Booten
Es gibt eine Möglichkeit das Android Handy oder Tablet ohne Neustart ins Recovery zu sichern.
Es wird eine Zip Datei hergestellt die jeder zeit auf ein gleiches Gerät auf gespielt werden kann.
Wichtig ist halt das Rooten.
Der original Text stammt von Addictivtips.com.
Rechtzeitige Backups speichern können ein viel Ärger ersparen. Dies gilt nicht nur für Ihren Computer, sondern auch (und zunehmend auch so), um Ihre mobilen Geräte. Da mehr und mehr von uns benutzerdefinierte ROMs, Mods oder Hacks installieren, sollte von unseren Android-Handys und Tablets, ein Backups erstellt werden, bevor etwas verändert wird.
Bisher war es immer das Problem mit der Herstellung von Backups das ins Recovery gebootet werden mußte:
Hatte man kein ClockworkMod oder TWRP auf dem Gerät brach man sich die Finger.
Abgesehen davon ist für manche der Offline Status verheerend.
Interessant an dieser Methode ist die Tatsache, das hier ein Backup erstellt wird, das nicht User-Spezifisch ist. Es werden nur die allgemein Daten gesichert. Für den Rest hat man ja Titanium-Backup auf Automatik stehen und die Daten im DropBox Ordner.
Einführung Android Nandroid Online Backup:
Das Tool wurde durch Senior XDA-Developers Mitglied Ameer Dawud (ameer1234567890) entwickelt
Das Online-Backup Nandroid wurde ursprünglich für Sony Ericsson Xperia-Serie-Geräte für einen eingeschrängten Personenkreis entwickelt . Doch mit dem neuesten update auf Version 5, unterstützt das Tool nun die meisten - wenn nicht sogar alle - Geräte, einschließlich den meisten Handys und Tablets. Werfen wir einen Blick auf die Partitionen die gesichert werden können:
Es wird eine Zip Datei hergestellt die jeder zeit auf ein gleiches Gerät auf gespielt werden kann.
Wichtig ist halt das Rooten.
Der original Text stammt von Addictivtips.com.
Rechtzeitige Backups speichern können ein viel Ärger ersparen. Dies gilt nicht nur für Ihren Computer, sondern auch (und zunehmend auch so), um Ihre mobilen Geräte. Da mehr und mehr von uns benutzerdefinierte ROMs, Mods oder Hacks installieren, sollte von unseren Android-Handys und Tablets, ein Backups erstellt werden, bevor etwas verändert wird.
Bisher war es immer das Problem mit der Herstellung von Backups das ins Recovery gebootet werden mußte:
Hatte man kein ClockworkMod oder TWRP auf dem Gerät brach man sich die Finger.
Abgesehen davon ist für manche der Offline Status verheerend.
Interessant an dieser Methode ist die Tatsache, das hier ein Backup erstellt wird, das nicht User-Spezifisch ist. Es werden nur die allgemein Daten gesichert. Für den Rest hat man ja Titanium-Backup auf Automatik stehen und die Daten im DropBox Ordner.
Einführung Android Nandroid Online Backup:
Das Tool wurde durch Senior XDA-Developers Mitglied Ameer Dawud (ameer1234567890) entwickelt
Das Online-Backup Nandroid wurde ursprünglich für Sony Ericsson Xperia-Serie-Geräte für einen eingeschrängten Personenkreis entwickelt . Doch mit dem neuesten update auf Version 5, unterstützt das Tool nun die meisten - wenn nicht sogar alle - Geräte, einschließlich den meisten Handys und Tablets. Werfen wir einen Blick auf die Partitionen die gesichert werden können:
- /boot
- /recovery
- /system
- /data
- /cache
- /datadata
- /efs
- /sd-ext
- /wimax
- /appslog
- .android_secure folder on /sdcard
Die Partitionsstruktur von Ihrem Telefon oder Tablet wird automatisch von dem Tool erkannt und es werden nur die Partitionen auf dem Gerät gesichert. Alle Backups werden in / SDCard / ClockworkMod / BackupDirectory in der Standard-Backup-Format nandroid von ClockworkMod gesichert, so kann es leicht gefunden und "weg gepackt" werden.
Anforderungen:
- Rooted Android Gerät.
- Wenn das Gerät noch nicht gerootet ist gibt es hier eine Anleitung: rooting guide.
- installierte BusyBox.
- Die meisten Root Geräte habe sie schon an Bord. Wenn Sie aber nicht sicher sind, kann BusyBox hier herunter geladen werden BusyBox app.
- Online Nandroid Backup v5.3
- Android Terminal Emulator.
Installation (Manuelle Verfahren):
Die 'onandroid "-Datei von System / bin-Ordner der Zip-Datei extrahieren, die Sie heruntergeladen haben. Nun die Datei nach / system / bin-Verzeichnis von Ihrem Android-Gerät kopieren und dann die Berechtigungen auf 755 (rwxr-xr-x) mit einem Werkzeug Ihrer Wahl (Root Explorer, Super-Manager, ES File Explorer, ADB, Terminal Emulator) einstellen. Nicht vergessen vorher den Ordner mit Schreibrechten zu öffnen und später wieder auf "Read Only" zurück zu stellen.
Oder Ihr verwendet gleich das Terminal, da Ihr das sowie so braucht:
su cp /sdcard/onandroid /system/bin/onandroid chmod 0755 /system/bin/onandroid
Android Onandroid Online Backup:
Ondroid ist im Grunde ein ausführbares Skript, das Backups von Android macht. Es kann direkt als Script von der Kommandozeile aus mit Android Terminal Emulator ausgeführt werden. Die Straight-Forward-Methode, die vom Entwickler des Tools unterstützt wird, sowie die direkte Befehlszeile-Methode. Um ein Backup durchzuführen:
1. Ins Terminal wechseln
2. Diese Kommandos eingeben:
su onandroid
Options:
Standardmäßig wird das Backup automatisch auf Basis der aktuellen UTC / GMT Zeit und des Datums gemacht. Sie können verschiedene, Kommandozeilen-Parameter nach dem 'onandroid' Kommando angeben. Hier ist eine Liste der aktuell verfügbaren Parameter und deren Funktionen:
- Dieses Kommando vergibt Namen. Example:
onandroid latest_backup
Note: Achtung...bitte keine Sonderzeichen verwenden. Auch kein Z u/o Y. - Der -h switch nutzt die lokale Zeit als Backup Namen:
onandroid -h
Onandroid GUIs:
Wie bereits erwähnt gibt es einige GUIs (Graphical User Interfaces) für das onandroid Tool.
Das Ziel war es einfacher für Sie zu machen, dieses Tool für das Erstellen von Backups zu verwenden. Einige von ihnen gehören:
Darüber hinaus gibt es in ein paar andere Mehrzweck-Werkzeuge, in die dieses Skript aufgenommen wurden. Dazu gehören:
Fühlen Sie sich frei, um diese Oberflächen aus zu probieren und zu sehen, ob eines von ihnen zu Ihnen passt. Beachten Sie jedoch, dass nicht alle von ihnen die neueste Version des Skripts haben. Die oben genannten Links bringen Sie zu den entsprechenden XDA-Developers Forum Seiten.
Zusammenfassend kann onandroid ein unverzichtbares Werkzeug für diejenigen von uns werden, die nicht wollen, das bei Änderungen das Gerät Offline ist. Nie mehr Ärger mit der Ehefrau, Mutter oder Chef für die Nicht Erreichbarkeit. ((-:
Bei allen beliebigen Themen, bei der Verwendung des Werkzeugs und Hilfe Anfragen, um neue Features, Fehler zu melden oder Vorschläge zu machen, fühlen Sie sich frei, auf dem XDA-Developers Forum-Thread beitreten.
Freitag, 30. März 2012
Antwort auf den offenen Brief der Tatort-Drehbuchschreiber
//Hier ist das unkomentierte Ponton zum Tatort Brief.//
2012-03-29 17:30:00, zas
Im Rahmen der Debatte zu einem moderneren
Verwertungsrecht haben sich 51 Drehbuchautoren, die regelmäßig für den
Tatort schreiben, zu Wort gemeldet. Zu diesem Brief möchten 51 Hacker
des Chaos Computer Clubs (CCC) hier ein paar Anmerkungen loswerden.
Liebe Tatort-Drehbuchschreiber,
mit Freude nehmen wir – ganz kess als Vertreter der von Euch angeprangerten "Netzgemeinde" – Euer Interesse [1] an unseren Gedanken zu einer Versachlichung der Diskussion über Urheber- und Urheberverwertungsrechte im digitalen Zeitalter wahr. Bevor wir aber unnötig gleich zu Beginn Schubladen öffnen: Auch wir sind Urheber, sogar Berufsurheber, um genau zu sein. Wir sind Programmierer, Hacker, Gestalter, Musiker, Autoren von Büchern und Artikeln, bringen gar eigene Zeitungen, Blogs und Podcasts heraus. Wir sprechen also nicht nur mit Urhebern, wir sind selber welche.Es wird daher keinen "historischen Kompromiß" geben, denn es stehen sich nicht zwei Seiten gegenüber, jedenfalls nicht Urheber und Rezipienten, sondern allenfalls prädigitale Ignoranten mit Rechteverwertungsfetisch auf der einen Seite und Ihr und wir auf der anderen, die wir deren Verträge aufgezwungen bekommen.
Das Tragische (im griechischen Sinne) ist doch, daß wir beide Opfer des Verwertungssystems sind. Ihr schuftet Euch seit Jahren für die Verwertungsindustrie ab und habt so viele Eurer Rechte weggegeben, daß weder Ihr noch Eure Nachfahren von der verlängerten Urheberrechtsschutzfrist etwas haben. Das ist bloß ein Verhandlungsmittel, mit dem Ihr zu reduzieren hofft, wie doll Euch die Verwertungsindustrie abzockt. Wir kämpfen eigentlich auf derselben Seite, aber Ihr merkt es nicht einmal.
Bei uns ist das ganz ähnlich. Viel Software wird inzwischen gar nicht mehr für Profit geschrieben, sondern frei ins Netz gestellt oder als Selbstvermarkter-Shareware, weil den Autoren klar ist, daß sie nie einen müden Cent sehen werden für ihr Werk. Für Software gibt es keine Verwertungsgesellschaften, mangels historischen Präzedenzfalls. Wenn Ihr Euch mal umschaut, werdet Ihr sehen, daß auch kein einziger von uns Software-Autoren eine GEMA für Software fordert. Wir nehmen Euch nichts weg, das wir für uns fordern. Wir haben uns nur von der Idee verabschiedet, daß dieses Modell in zehn Jahren noch existieren wird.
Software im kommerziellen Bereich entsteht im Allgemeinen als Werkvertrag oder unter Anstellung, und sämtliche Verwertungsrechte gehen an die Auftraggeber. Kommt Euch das bekannt vor? Nur daß bei uns niemand unsere Rechte zu vertreten versucht. Und wißt Ihr, welcher kreative Bereich stärker wächst und mehr Umsatz macht, Eurer oder unserer? Überraschung: Es stellt sich heraus, daß man auch ohne Verwertungsindustrie überleben kann. Anstatt Euch an den Konsumenten gütlich zu tun, solltet Ihr Eure Anstrengungen darauf konzentrieren, für Eure Werke direkt vom Auftraggeber ordentlich entlohnt zu werden. Was Ihr braucht ist eine den Namen verdienende, starke Gewerkschaft, kein Monster aus Verwertungsgesellschaften, die dann Youtube langjährig verklagen, weil sie kostenlos Werbung für Euch machen und Euch damit zukünftige Aufträge verschaffen. [2]
Um die Anwürfe in Eurem offenen Brief zu sortieren:
- "wir" würden eine apokalyptische Zeit der Kulturlosigkeit a la "Demolition Man" heraufbeschwören, um allen kostenlos Zugang zu aller Kultur zu verschaffen,
- der Feind seien grundsätzlich alle nur an Geld und nicht an der Kultur interessierte Verwerter,
- "wir" würden nicht anerkennen, daß sich Kulturdienstleister durch das Schaffen von Werken Eigentum akkumulieren dürften.
Natürlich wird niemand behaupten, in den Filesharingdiensten würde überwiegend Schostakowitsch getauscht. Dies ist keine Lebenslüge, auch wenn es schade ist. Daß unerwünschtes Vervielfältigen von digitalen Erzeugnissen nun zum gesamtgesellschaftlichen Problem wird, hat weniger mit dem ebenfalls reformbedürftigen Verwertungsrecht zu tun, als mit dem Abmahn-Unwesen, das zur Zeit viele gerade jüngere, nicht adäquat versorgte potentielle Konsumenten eiskalt erwischt.
Die Verkürzung eines Schutzrechts ist dabei auch
nur eins der Werkzeuge, um gerade Euch (oder besser gesagt Euch und
uns) Fallstricke beim Ausüben unserer Berufe auszuräumen. Gerade Ihr
solltet doch – bei der recht dünnen Menge potentieller Krimiplots [3]–
verstehen, daß Plagiatsanwürfe beim Verwenden von Versatzstücken zu
einem horrenden Minenfeld werden. Wir (jetzt in einer Rolle) als
Softwareurheber bewegen uns seit zu langer Zeit schon in genau jenem
Software-Trivialpatente-Minenfeld, wir verstehen ganz gut, wohin der Zug
geht.
Wir sollen also die Finger von den Schutzfristen lassen. Oh bitte,
es bluten einem die Ohren bei diesem ewiggestrigen Singsang, den wir
uns seit Jahren anhören müssen, während alle paar Jahre die Fristen
verlängert werden. Wir sind jetzt bald bei einer Länge von einem
Jahrhundert angekommen, und da bringt Ihr echt das Argument, man dürfe
die Schutzfristen nicht anrühren? Wir glauben, es hackt. Das ist das
Digitalzeitalter, Freunde, wir wissen nicht mal, wie wir digitale Daten
ein ganzes Jahrhundert lang bewahren sollen. Die Archive und
Bibliotheken haben noch nicht mal annähernd ein Konzept dafür. Und diese
DRM-Grütze und der Mangel an offenen Formaten, das sind die Probleme,
und beides hat einen Zusammenhang zu Schutzfristen. Nicht nur deswegen
müssen sie radikal verkürzt werden, sondern auch, weil selbst Ihr auf
den Schultern von Riesen steht, denen Ihr gefälligst Tribut zu zahlen
habt.
Sir Arthur Conan Doyle schrieb dazu: »Wenn jeder Autor, der ein Honorar für eine Geschichte erhält, die ihre Entstehung Poe verdankt, den Zehnten für ein Monument des Meisters abgeben müßte, dann ergäbe das eine Pyramide so hoch wie die von Cheops.«
Das von Euch als gottgegeben hingestellte sogenannte "geistige Eigentum" ist bei näherem Hinsehen eine Chimäre jüngeren Datums, gerne als unsachlicher Kampfbegriff angeführt, um gewisse grundsätzliche Diskussionen zu vermeiden. In den letzten Jahren sind dazu viele – auch sehr ausgewogene – Kommentare verfaßt worden. [4]
Daß einige Verwertungsgesellschaften mit dem simplen Fakt überfordert sind, das Kopieren von Werken nicht verhindern zu können, ändert nichts an der Tatsache, daß früher wie jetzt eine grundsätzliche Bereitschaft besteht, Kulturdienstleister angemessen zu entlohnen. Wo es Wege gibt, streßfrei und ohne Gängelungen Werke zu fairen Konditionen zu beziehen, werden diese ausgiebig genutzt, seien es App-Stores für Mobiltelefone oder "Music Stores" mit einfachen Bezahlmodellen. E-Book-Geschäfte sind ebenso gerade im Kommen, hakeln allerdings wegen der unausgereiften DRM-Technologie ein wenig. In der Netzgemeinde werden über moderne Konzepte wie "Flattr" sogar einzelne Wortbeiträge in Blogs oder für Podcasts entlohnt. (Beispiel: [5])
Daß diese Transition nicht für jeden einfach ist, können wir nachvollziehen. Und das Verbandsklagerecht fordern wir übrigens auch schon seit Jahren. Und wer hat uns verraten? Richtig.
Gerade Ihr als Tatort-Autoren, deren Brötchen zum großen Teil über die Rundfunkgebühren bezahlt werden, solltet wissen, wie sich eine Kulturflatrate anfühlt. Hier hungern Urheber nicht. Aber gerade diese Verwertungsgesellschaft, die Eure Tatort-Drehbücher entlohnt, ist das beste Beispiel, wie sich ein verselbständigter Wasserkopf mehr und mehr der eigentlich Euch zustehenden Anteile am ausgestrahlten Werk einverleibt. Hand hoch, wieviele von Euch sind festangestellt? Wieviele wurden in den letzten Jahren durch Vertragsveränderungen bei den Landesmedienanstalten auch noch der Zweitverwertungsrechte im Netz beraubt? Na, und wie fühlt sich der Blick in Eure Buy-Out-Verträge an, wenn Ihr ehrlich seid? Stockholmsyndrom?
Da war noch was: Wir sollten mal mit unseren Kulturpolitikern reden, meint Ihr. Was für eine tolle Idee, als laberten wir denen nicht schon Blumenkohl ans Ohr seit einem Jahrzehnt. Hier müssen wir aber doch mal auf ein paar wohlfeile Unterschiede zwischen den von Euch zusammengemanschten Parteien Wert legen: Mit grünen Kulturpolitikern zu reden, ist wie mit einer Wand. Sie hören selten zu, haben in den letzten Jahren keine einzige zeitgemäße Idee zum Verwertungsrecht umsetzen können und eine konservative Grundhaltung, die selbst Ansgar Heveling eine Freude wär. (Ausnahmen bestätigen die Regel.) Die Piraten haben keine Kulturpolitikerinnen. Die linken Kulturpolitiker sind ganz entgegen anderslautender Gerüchte die mit Abstand progressivsten, die neue Ideen auch gern mal durchdenken. Natürlich hätten sie eh keine Macht, etwas umzusetzen, da diskutiert es sich eben einfacher.
Na, jetzt eine Idee, wieso wir das mal einfach auf eigene Faust machen? Genau.
[1] Offener Brief von 51 Tatort-Autoren
[2] Kulturwertmark
[3] http://www.zeit.de/2012/13/Krimi-Tatort/komplettansicht
[4] Ansgar Ohly, Diethelm Klippel (Hg.): Geistiges Eigentum und Gemeinfreiheit, Tübingen: Mohr Siebeck 2007.
[5] CRE (früher Chaosradio Express)
Sir Arthur Conan Doyle schrieb dazu: »Wenn jeder Autor, der ein Honorar für eine Geschichte erhält, die ihre Entstehung Poe verdankt, den Zehnten für ein Monument des Meisters abgeben müßte, dann ergäbe das eine Pyramide so hoch wie die von Cheops.«
Das von Euch als gottgegeben hingestellte sogenannte "geistige Eigentum" ist bei näherem Hinsehen eine Chimäre jüngeren Datums, gerne als unsachlicher Kampfbegriff angeführt, um gewisse grundsätzliche Diskussionen zu vermeiden. In den letzten Jahren sind dazu viele – auch sehr ausgewogene – Kommentare verfaßt worden. [4]
Daß einige Verwertungsgesellschaften mit dem simplen Fakt überfordert sind, das Kopieren von Werken nicht verhindern zu können, ändert nichts an der Tatsache, daß früher wie jetzt eine grundsätzliche Bereitschaft besteht, Kulturdienstleister angemessen zu entlohnen. Wo es Wege gibt, streßfrei und ohne Gängelungen Werke zu fairen Konditionen zu beziehen, werden diese ausgiebig genutzt, seien es App-Stores für Mobiltelefone oder "Music Stores" mit einfachen Bezahlmodellen. E-Book-Geschäfte sind ebenso gerade im Kommen, hakeln allerdings wegen der unausgereiften DRM-Technologie ein wenig. In der Netzgemeinde werden über moderne Konzepte wie "Flattr" sogar einzelne Wortbeiträge in Blogs oder für Podcasts entlohnt. (Beispiel: [5])
Daß diese Transition nicht für jeden einfach ist, können wir nachvollziehen. Und das Verbandsklagerecht fordern wir übrigens auch schon seit Jahren. Und wer hat uns verraten? Richtig.
Gerade Ihr als Tatort-Autoren, deren Brötchen zum großen Teil über die Rundfunkgebühren bezahlt werden, solltet wissen, wie sich eine Kulturflatrate anfühlt. Hier hungern Urheber nicht. Aber gerade diese Verwertungsgesellschaft, die Eure Tatort-Drehbücher entlohnt, ist das beste Beispiel, wie sich ein verselbständigter Wasserkopf mehr und mehr der eigentlich Euch zustehenden Anteile am ausgestrahlten Werk einverleibt. Hand hoch, wieviele von Euch sind festangestellt? Wieviele wurden in den letzten Jahren durch Vertragsveränderungen bei den Landesmedienanstalten auch noch der Zweitverwertungsrechte im Netz beraubt? Na, und wie fühlt sich der Blick in Eure Buy-Out-Verträge an, wenn Ihr ehrlich seid? Stockholmsyndrom?
Da war noch was: Wir sollten mal mit unseren Kulturpolitikern reden, meint Ihr. Was für eine tolle Idee, als laberten wir denen nicht schon Blumenkohl ans Ohr seit einem Jahrzehnt. Hier müssen wir aber doch mal auf ein paar wohlfeile Unterschiede zwischen den von Euch zusammengemanschten Parteien Wert legen: Mit grünen Kulturpolitikern zu reden, ist wie mit einer Wand. Sie hören selten zu, haben in den letzten Jahren keine einzige zeitgemäße Idee zum Verwertungsrecht umsetzen können und eine konservative Grundhaltung, die selbst Ansgar Heveling eine Freude wär. (Ausnahmen bestätigen die Regel.) Die Piraten haben keine Kulturpolitikerinnen. Die linken Kulturpolitiker sind ganz entgegen anderslautender Gerüchte die mit Abstand progressivsten, die neue Ideen auch gern mal durchdenken. Natürlich hätten sie eh keine Macht, etwas umzusetzen, da diskutiert es sich eben einfacher.
Na, jetzt eine Idee, wieso wir das mal einfach auf eigene Faust machen? Genau.
[1] Offener Brief von 51 Tatort-Autoren
[2] Kulturwertmark
[3] http://www.zeit.de/2012/13/Krimi-Tatort/komplettansicht
[4] Ansgar Ohly, Diethelm Klippel (Hg.): Geistiges Eigentum und Gemeinfreiheit, Tübingen: Mohr Siebeck 2007.
[5] CRE (früher Chaosradio Express)
Offener Brief von 51 Tatort-Autoren
//Hier ist ein unkomentierter offener Brief einiger Tatort Autoren; das Original liegt hier// "Tatort"
29. März 2012 - 14:11
Liebe Grüne, liebe Piraten, liebe Linke, liebe Netzgemeinde!
Wir Unterzeichner erkennen an, dass Sie alle sich eines veritablen Problems annehmen wollen, das die zwei großen, am Internet hängenden „Parteien“ betrifft: Die schlechte Lage der Urheber, ihre unangemessene Vergütung und die millionenfache illegale Nutzung von urheberrechtlich geschützten Inhalten auf der einen Seite, 600.000 Abmahnungen von Usern und die Möglichkeit von Netzsperren und (anlassloser) Vorratsdatenspeicherung, die Sie gerne Zensur nennen, auf der anderen Seite.
Wenn Sie dieses tatsächliche Dilemma aber ernsthaft lösen (helfen) wollen, ist es an der Zeit, sich von ein paar Lebenslügen zu verabschieden.
Grüne Politiker untermauern das aktuelle Problem üblicherweise durch die Gegenüberstel-lung zweier Grund- und Menschenrechte: Der Artikel 27 der Menschenrechte postuliere einerseits den Schutz des Urhebers als Eigentümer seiner Schöpfung, seiner Werke, andererseits würde der freie Zugang zu Kunst und Kultur garantiert. Diese dramatische Gegenüberstellung enthält aber gleich zwei Lebenslügen:
1. Die demagogische Suggestion, es gäbe keinen freien Zugang zu Kunst und Kultur mehr – eine Behauptung, die durch nichts bewiesen wird. Was auch schwer fallen dürfte: die Bundesrepublik, die westliche Welt hat in über 100 Jahren ein definiertes, klares System verschiedener Nutzungsarten und Zugänge herausgebildet.
2. Die demagogische Gleichsetzung von frei und kostenfrei. Die Menschenrechte garantieren in der Tat einen freien, aber doch keinen kostenfreien Zugang zu Kunst und Kultur. Diese politische Verkürzung von Grünen, Piraten, Linken und Netzgemeinde dient lediglich der Aufwertung der User-Interessen, deren Umsonstkultur so in den Rang eines Grundrechtes gehievt werden soll.
Wie überhaupt der ganze Diskurs über das Netz und seine User einen hohen Ton anschlägt und damit die Banalität von Rechtsverstößen kaschiert oder gar zum Freiheitsakt hochjazzt. Die Grundrechte der Urheber bzw. der von ihnen beauftragten Rechteinhaber aber werden dagegen marginalisiert: Zum Beispiel das Grundrecht auf geistiges Eigentum. Dieses Recht wird nicht nur frontal angegriffen und infrage gestellt, neuerdings schicken gerade die Grü-nen gerne von Google alimentierte Initiativen wie collaboratory, Alexander-von-Humboldt-Institut oder auch das (vormalige) Max-Plank-Institut für geistiges Eigentum vor, die angeblich völlig autonom und unabhängig eine neue Rechtsgrundlage suchen würden – im sogenannten Immaterialgüter-Recht.
Fakt ist, dass die Urheberrechte in der Bundesrepublik nicht nur durch die Verfassung, sondern auch durch zahllose, völkerrechtlich verbindliche Verträge auch innerhalb der EU ultimativ verbrieft sind. Dass dieses Grundrecht aktuell zur politischen Disposition stünde, gehört zu den liebevoll gehegten Lebenslügen der Netzgemeinde.
Und noch eine Lebenslüge, die allerdings typisch geworden ist für die Berliner Republik: der Ausweg in die Symbolpolitik. Das Beispiel hierfür sind hier die Schutzfristen, mit denen die Urheber bzw. ihre Nachfahren von dem eigenen Werk profitieren können. Zur Zeit sind das 70 Jahre post mortem, die Netzgemeinde fordert radikale Verkürzungen, gern auch mal „Modernisierung“ genannt. Dabei reichen die Forderungen von „gar keine Schutzfrist“, einer 5-Jahresfrist nach Veröffentlichung des Werkes, die letzte Forderung der Grünen lautet: „Solange der Urheber lebt“, andere Netzinitiativen nennen 20 Jahre post mortem.
Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass nirgendwo eine Argumentation versucht wird, warum gerade diese Eigentumsform überhaupt eine Einschränkung erfahren darf, ist dieser Vorschlag zur Lösung des o.g. Dilemmas völlig ungeeignet. Nicht nur, dass die Urheber durch diese Schutzfristen-Verkürzung enteignet und damit dramatisch schlechter gestellt würden, nein, dieser Vorschlag ändert auch kein bisschen an den Interessen der vermeintlich unschuldigen User: Ihre illegalen Downloads oder Streamings betreffen in der Masse nur die allerallerneuesten Filme, Musiken, Bücher, Fotos und Designs – und nicht etwa Werke, die 20, 40 oder 60 Jahre alt sind. Eine Verkürzung der Schutzfristen würde an diesem Problem also nichts ändern, wäre reine Symbolpolitik: Schaut her, wir haben den Urhebern auch was weggenommen...
Die vermutlich gravierendste Lebenslüge der selbsternannten Problemlöser zum Schluss: Wenn man Urheber und User besser stellen will, braucht es ja einen, der diesen Alle-haben-alle-wieder-lieb-Kompromiss, der den Kram bezahlt – denn wie in allem, was hergestellt wird, steckt auch im „Content“ verdammt viel Arbeit von Urhebern und kostet deshalb auch Geld, das irgend jemand bezahlen muss. Diesen omnipotenten Zahler kennt die Netzge-meinde auch schon ganz genau: Nein, nicht Google, youtube und die anderen Internetserviceprovider, die sich dumm und dämlich daran verdienen, illegale Kontakte zu vermitteln, den kriminellen Modellen wie kino.to, megaupload, the Pirate Bay etc. überhaupt zum Erfolg zu verhelfen. Nein, für die Grünen, Piraten und Netzpolitiker aller Parteien ist der große Übeltäter die Verwertungsindustrie: Sony, Universal, Bertelsmann und, ganz wichtig, natürlich die GEMA und die anderen Verwertungsgesellschaften. Das sind in ihren Augen die Blutsauger, die sollen die Zeche zahlen.
Mal davon abgesehen, dass die selbsternannten Digital Natives (auch) über diesen Punkt nie direkt mit den betroffenen Urhebern gesprochen haben, sie haben überhaupt nicht verstehen oder begreifen wollen, dass bis auf Maler und Bildende Künstler diese Trennung in Ur-heber und „böse“ Verwerter überhaupt keinen Sinn macht, ja unmöglich ist: Filme, Musikproduktionen, web- und Werbekampagnen, Architektur- und Designprodukte werden überhaupt erst realisiert, wenn die künstlerischen Ideen der Urheber mit Kapital und Vermarktungsknowhow zusammenkommen.
Wenn die Grünen, Piraten, die Netzpolitiker aller Parteien es mit den Urhebern also wirklich ernst meinen, dann sollten sie zunächst mal mit ihren eigenen Kulturpolitikern sprechen: Die können ihnen den Zusammenhang von Kunst/Kultur und materieller Absicherung sicher erläutern, ihnen klar machen, dass die nachhaltige Produktion qualitativ hochwertiger Kunst und Kultur nicht amateurhaft, also wie Wikipedia organisiert werden kann. Immerhin leben hunderttausende Menschen von kreativer Arbeit und helfen mit ihren (konkurrenzfähigen) Werken, die ideelle und materielle Zukunft einer postindustriellen Bundesrepublik auch international zu sichern.
Wenn man die Lage der Urheber nachhaltig verbessern will, dann müssten also alle politi-schen Kräfte den Urhebern bzw. ihren Verbänden helfen, das Urhebervertragsrecht zu verbessern, die Verhandlungspositionen der Urheber gegenüber den Verwertern zu stärken: Mit Hilfe verbindlicher Regelungen zu den Gemeinsamen Vergütungsregeln (GVR) oder mit einem Verbandsklagerecht, oder, oder...
Vor allen Dingen sollten die Netzpolitiker aller Parteien die Finger von den Schutzfristen lassen, und bitte nicht jede Missbrauchskontrolle bei Providern und Usern gleich als den definitiven Untergang des Abendlandes anprangern: Bei der Suche nach Schwarzfahrern und Steuerhinterziehern zum Beispiel, müssen sich die Bürger auch einige Einschränkungen ihrer Rechte gefallen lassen.
Für konstruktive Gespräche über den anstehenden historischen Kompromiss zwischen Urhebern und Usern stehen wir jederzeit bereit.
Mit freundlichen Grüßen
Urs Aebersold
Feo Aladag
Miguel Alexandre
Friedrich Ani
Knut Boeser
Katrin Bühlig
Fred Breinersdorfer
Leonie-Claire Breinersdorfer
Stefan Cantz + Jan Hinter
Orkun Ertener
Christoph Fromm
Klaus Gietinger
Axel Götz
Dinah Marte Golch
Jochen Greve
Harry Göckeritz
Michael Gutmann
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Peter Zingler
29. März 2012
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